Der „Stadtteiltreff Bayenthal“ des Kinderschutzbundes Köln e.V. liegt in einem sozialen Brennpunkt – viele Menschen sind hier in materieller, sozialer und kultureller Hinsicht benachteiligt. Gezielte Angebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien helfen, der Benachteiligung entgegenzuwirken und die Zielgruppen im sozialen, schulischen und kulturellen Bereich zu fördern. Seit einigen Monaten findet die Hausaufgabenbetreuung an zwei Nachmittagen statt. Im Elterncafé treffen sich regelmäßig Mütter mit Kleinstkindern zweimal in der Woche. Weitere Angebote für Kinder und Jugendliche, für Eltern und Familien befinden sich zur Zeit in der Entwicklungs- und Aufbauphase.
Neben dem schulischen Angebot sollen die Freizeitinteressen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche zum Anlass genommen werden Gruppenangebote und Ferienmaßnahmen zu entwickeln, in denen sich interessierte Kinder/Jugendliche regelmäßig treffen. Die Angebote richten sich an Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 15 Jahren.
Ziel der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist es, die Kinder ganzheitlich zu fördern, so dass sie möglichst gut im Alltag und Schule zu Recht kommen. Durch regelmäßige Kontakte in einem geschützten Raum entstehen tragfähige Beziehungen zu den MitarbeiterInnen und zu den TeilnehmerInnen, die vielfältige positive und lehrreiche Erfahrungen ermöglichen. Soziales und kooperatives Miteinander sollen gefördert, kognitive, motorische und technische Fähig- und Fertigkeiten erweitert werden. Die Kinder sollen für ihre eigenen Bedürfnisse sowie die Bedürfnisse anderer sensibilisiert werden. Sie sollen Wege finden, sich als eigenständige Person zu entwickeln und sich mit ihren Wünschen und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einbringen zu können. möglich zu machen. Als multikulturelle Maßnahmen bieten die Programme den Kindern die Chance, einen Zugang zu anderen Kulturen zu finden und sich in Toleranz und gegenseitigem Verständnis zu erproben.
Aktivitäten, wie Spielen, Basteln, Kochen, Werken, Unternehmungen in der näheren und weiteren Umgebung, kulturelle und sportliche Aktivitäten machen den Kindern und Jugendlichen Spaß und fördern gleichzeitig Selbstvertrauen, Kompetenz und Sozialverhalten. Die Mitarbeiter schaffen den Freiraum für das Spiel, unterstützen durch Anregungen, regen die Kommunikation unter den Kindern und Jugendlichen an und verstärken ihre positiven Fähigkeiten.
Die Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zeigen, daß insbesondere Wochenendbildungs- und freizeitmaßnahmen in Jugendherbergen dazu beitragen, die alltägliche Arbeit in Gruppen in entscheidendem Maße zu vertiefen und zu festigen. Die andere Umgebung, das gemeinsame Tun und Erleben über einen längeren Zeitraum hinweg lassen die Kinder neue, wichtige zwischenmenschliche Erfahrungen sammeln.
In den Ferien sind viele Kinder oft sich selbst überlassen und können kaum sinnvolle Beschäftigungen unternehmen, da der Stadtteil wenig Freiraum zum Spielen und nur eine geringe Anzahl von dürftig ausgestatteten Spielplätzen bietet. Die meisten Kinder und Jugendlichen verbringen ihre Freizeit deshalb „auf der Straße“. Die finanzielle Situation lässt es immer mehr Eltern nicht zu, mit ihren Familien in Urlaub zu fahren.
Ferienprogramme sollen den Kindern die Chance bieten, ihren schulfreien Alltag kreativer und erlebnisreicher gestalten zu können, neue Erfahrungen zu sammeln, soziales Miteinander zu üben und mit anderen Spaß zu haben. Die Aktivitäten stellen eine abwechslungsreiche Ergänzung zum normalen Ferienablauf der Kinder dar. Vielseitige Aktivitäten helfen bei der Entdeckung und Weiterentwicklung individuellen Ressourcen - spielerische und sportliche Angebote fördern Beweglichkeit und Geschicklichkeit sowie die Gesundheit der Teilnehmer. Kreativität, Selbständigkeit, Rücksicht auf andere, Mitgefühl und Hilfeleistung, die die Kinder vom Ferienprogramm mitnehmen, werden ihnen im Alltag von Nutzen sein.
Die Kosten (Sach- und Honorarkosten) belaufen sich für ein Jahr auf 5.000 €.